Felix the Cat

Geschichte zur Comicfigur:
In Deutschland auch Felix der Kater ist eine amerikanische Cartoonfigur. Die rein schwarze Gestalt mit den weißen Augen und dem riesigen Grinsen wurde in Kombination mit den surrealen Situationen der Comics zu einer weltweit bekannten Figur von hohem Wiedererkennungswert. Felix war die erste Cartoonfigur, deren Popularität groß genug war, um allein aufgrund ihrer Anziehungskraft ein Publikum in die Kinos zu ziehen.

Am 9. November 1919 tauchte in einem Kurzfilm der Paramount Pictures namens „Feline Follies“ (zu deutsch ungefähr „Katzenverrücktheiten“) eine Cartoonfigur namens Master Tom auf, die Felix deutlich ähnelt. Der Film war im Trickfilmstudio von Pat Sullivan hergestellt worden, Regie hatte der Cartoonist und Trickfilmer Otto Messmer geführt. Der Paramountproduzent John King taufte sie jedoch um in „Felix“, ein Wortspiel aus den lateinischen Worten felis (Katze) und felix (glücklich, glückbringend, der Glückliche). 1924 unterzog der Trickfilmer Bill Nolan die noch immer ungeschliffene Figur einer Nachbehandlung, durch die sie runder und visuell ansprechender wurde. Felix' neue Gestalt, belebt durch Messmers meisterhafte Animation, führte bald dazu, dass er schnell international berühmt wurde. Bis heute ist die Frage ungeklärt, ob Felix von Pat Sullivan oder von Otto Messmer erdacht wurde. Ungeachtet der Frage, wer Felix nun ursprünglich schuf, war es Pat Sullivan, der die Figur vermarktete, während der ungenannte Messmer derweil eine ungeheure Menge von Felix-Cartoons zeichnete. 1923 begann er sogar zusätzlich mit einem Comicstrip.

1923 erreichte der Kater den Höhepunkt seiner Filmkarriere. In dem Kurzfilm "Felix in Hollywood" spielt er mit dem Thema seiner eigenen Beliebtheit. Felix wurde auch das Thema zahlreicher beliebter Schlager. Felix war auch das erste Bild, das in den USA durch einen Fernsehsender übertragen wurde. Das Bild wurde wegen seiner starken Kontraste ausgewählt und weil es den starken Lichtern, die benötigt wurden, widerstehen konnte. Felix' großer Erfolg zog auch zahlreiche Imitatoren an. Die Cartoons waren auch bei den Kritikern beliebt. Sie wurden angeführt als wundervoll imaginative Beispiele surrealistischen Filmschaffens. Felix wurde nachgesagt, er repräsentiere die kindliche Fähigkeit zum ergriffenen Staunen eines Kindes. Sein berühmter Gang – die Hände hinterm Rücken verschränkt, den Kopf gesenkt, in Gedanken versunken – wurde ein Markenzeichen, das von Kritikern rund um die Welt stets aufs Neue gedeutet wurde. Felix' Schwanz, der in einem Moment eine Schaufel sein konnte und im nächsten ein Ausrufezeichen oder ein Bleistift, verdeutlichte, dass einfach alles in dieser Welt geschehen kann.

Angesichts seiner beispiellosen Popularität und der Tatsache, dass sein Name vom lateinischen Wort für "glückbringend" abgeleitet war, adaptierten einige Personen und Organisationen Felix als ein Maskottchen.