Goofy

Geschichte zur Comicfigur:
(adj. engl. für „albern“, „doof“) wurde von Art Babbitt (Arthur Harold Babitsky, 1907–1992) erdacht und ist der treue Freund von Micky Maus. Die Comic-Figur gehört mit zu den ersten Disneyfiguren. Das Auffallendste an ihm ist sein weltbekanntes Lachen („Ahijak“). Goofy ist freundlich und treu, fällt aber eher durch seine Naivität und Tollpatschigkeit auf. Seinen ersten Auftritt hatte Goofy am 25. Mai 1932 in dem Trickfilm Mickey's Revue, sein erster Solo-Auftritt folgte 1939 in Goofy and Wilbur. Im Film „Der Strauß Oskar“ (1936) trägt Goofy erstmals seine bis heute charakteristische Kluft, eine hohe blaue Mütze und einen roten Pullover mit schwarzer Weste.

Goofys Filmkarriere kann man in folgende Etappen unterteilen: In den 1930er-Jahren entstanden viele Kurzfilme, in denen Goofy als Begleiter von Micky Maus und Donald Duck auftrat. Die 1940er-Jahre waren geprägt von vielen Sportparodien, auch bekannt als „Sport-Goofy“. Goofy versucht sich dabei meist erfolglos in allen möglichen Sportarten wie Football, Baseball, Reiten, Wasserski, Skifahren, Schwimmen und vielen andere. Charakteristisch dabei ist, dass er Fehlschläge immer gelassen, gleichmütig und phlegmatisch hinnimmt, ohne dabei die Beherrschung zu verlieren. In den 1950er-Jahren wandelte sich Goofys Rolle zu einer Gestalt, die stellvertretend für den typischen amerikanischen Bürger mit Ehefrau, Kind und Haus war. In diesen Filmen werden bestimmte Alltagssituationen parodiert, zum Beispiel das Verhalten von Autofahrern und Hausmännern. In den 1990er-Jahren erschien die Fernsehserie „Goofy & Max“ mit 78 Folgen, die die typischen Probleme schildert, die Alleinerziehende mit ihren Kindern haben. In dieser Serie ist Goofy mit Kater Karlo, der ebenfalls einen Sohn hat, befreundet und erlebt mit diesem zusammen vielfältige Abenteuer. Goofy-Geschichten sind in dem Micky-Maus-Magazin sowie in den Lustigen Taschenbüchern zu finden. In den 1970er- und 1980er-Jahren erschienen zudem etwa 30 Comicalben, in denen Goofy in die Rolle berühmter Personen der Geschichte schlüpfte. Mehrere Jahre lang war auch eine eigene monatliche Zeitschrift erhältlich, das „Goofy-Magazin“. Es erschien von Juli 1979 bis Dezember 1988 und beinhaltete neben Goofy-Geschichten Abdrucke alter Disney-Klassiker von Donald Duck und „Ede Wolf“ unter der Bezeichnung „Nostal-Goof“. Im Oktober 1968 erschien dann die Geschichte The Thief of Zanzipar (dt.: Im Morgenland), in der Goofy in seinem Vorgarten einen mysteriösen Erdnussstrauch findet. Als er eine Erdnuss isst, verwandelt er sich urplötzlich in einen Superhelden mit rotem Spielhöschen und blauem Wettermäntelchen. Er kann jetzt fliegen und hat übermenschliche Kräfte. Die durch die Erdnuss verliehenen Superheldenkräfte sind allerdings nur für eine relativ kurze Zeit wirksam. Danach verwandelt sich Supergoof wieder in Goofy zurück, was immer wieder zu Komplikationen führt. Goofy nimmt daher meist ein paar Erdnüsse als Reserve in seiner Mütze mit.